1.3 Füllstandsvorgaben und Speicherfüllstände
In der folgenden Abbildung ist der Verlauf der Speicherfüllstände in Deutschland bis zum 1. April 2026 dargestellt.
Abbildung 5: Entwicklung der Füllstände der deutschen Speicher gemäß AGSI+
ABB 5: GIE
Das schwierige marktliche Umfeld in der Einspeichersaison 2025 führte zu einem Gesamtfüllstand der deutschen Speicher von 75,1 Prozent zum 1. November. Einzelne Speicher blieben unter den gesetzlichen Vorgaben, jedoch überstieg der Gesamtfüllstand in Summe knapp das gesetzliche Mittel von rund 72 Prozent.
Ausgehend von den im Vergleich zu den Vorjahren eher geringen Speicherfüllständen zu Beginn der Ausspeichersaison wurden die Speicher zusätzlich aufgrund der frühen Kälteperiode und den gegenüber den Vorjahren angestiegenen Exporten ab Mitte November stark und von Januar bis Mitte Februar sehr stark entleert. Zwischenzeitlich trugen die Ausspeicherungen mit über 3 TWh/d zur Versorgung des Marktgebietes bei. Sie machten damit insbesondere in den Zeiträumen mit besonders hoher Nachfrage über 50 Prozent der eingespeisten Menge aus, wobei der Höchstwert von 54 Prozent am 8. Januar 2026 erreicht wurde. Im Vergleich dazu könnten die deutschen LNG-Terminals an solchen Tagen bei maximaler Auslastung höchstens 8,5 Prozent der notwendigen Einspeisemenge beisteuern. Am Stichtag 1. Februar zeigte sich ein ähnliches Bild wie im November 2025: Insgesamt hielten die deutschen Speicher die gesetzliche Vorgabe von rund 31 Prozent knapp ein, allerdings nicht in einzelnen Speicheranlagen. Besonders im Süden und Nordosten des Marktgebietes lagen deutliche Unterschreitungen der gesetzlichen Füllstandsvorgaben vor. Betroffen waren dieselben Speicher, die auch zum 1. November am weitesten unter ihren Vorgaben geblieben waren.
Ausgehend von den im Vergleich zu den Vorjahren eher geringen Speicherfüllständen zu Beginn der Ausspeichersaison wurden die Speicher zusätzlich aufgrund der frühen Kälteperiode und den gegenüber den Vorjahren angestiegenen Exporten ab Mitte November stark und von Januar bis Mitte Februar sehr stark entleert. Zwischenzeitlich trugen die Ausspeicherungen mit über 3 TWh/d zur Versorgung des Marktgebietes bei. Sie machten damit insbesondere in den Zeiträumen mit besonders hoher Nachfrage über 50 Prozent der eingespeisten Menge aus, wobei der Höchstwert von 54 Prozent am 8. Januar 2026 erreicht wurde. Im Vergleich dazu könnten die deutschen LNG-Terminals an solchen Tagen bei maximaler Auslastung höchstens 8,5 Prozent der notwendigen Einspeisemenge beisteuern. Am Stichtag 1. Februar zeigte sich ein ähnliches Bild wie im November 2025: Insgesamt hielten die deutschen Speicher die gesetzliche Vorgabe von rund 31 Prozent knapp ein, allerdings nicht in einzelnen Speicheranlagen. Besonders im Süden und Nordosten des Marktgebietes lagen deutliche Unterschreitungen der gesetzlichen Füllstandsvorgaben vor. Betroffen waren dieselben Speicher, die auch zum 1. November am weitesten unter ihren Vorgaben geblieben waren.
Abbildung 6: Gasbilanz im Speicherjahr 2025/2026 (in GWh/d)
ABB 6: THE, AGSI, BNetzA, Analyse Team Consult
Wie Abbildung 5 zeigt, sanken die deutschen Speicherfüllstände seit 2011 nie so früh auf einen so niedrigen Wert. Den Tiefststand dieses Winters unterschritten sie in den letzten 15 Jahren überhaupt nur zwei Mal.
Von Relevanz ist dies vor allem mit Blick auf die Wiederbefüllung der Speicher für den nächsten Winter 2026/2027. Aktuell (Stand 6. Mai 2026) sind knapp 74 Prozent der Speicherkapazitäten für den kommenden Winter gebucht. Das ist bereits knapp bemessen, selbst wenn die gebuchten Speicherkapazitäten vollständig befüllt werden. Ob es noch weitere Buchungen geben wird und inwieweit die gebuchten Kapazitäten auch befüllt werden, ist derzeit offen. Der üblicherweise als Grundlage für die Buchung und Befüllung von Speichern herangezogene Sommer-Winter-Spread fiel bereits im Januar 2026 phasenweise ins Negative, mit besonders stark negativer Entwicklung in den ersten Wochen des Irankrieges. Aktuell zeichnet sich eine gewisse Erholung ab, allerdings ist nicht klar, ob der Spread die für eine effektive Anreizwirkung benötigte Höhe erreichen wird. Diese Preisentwicklung ist für die Erreichung der benötigten Speicherfüllstände zur Sicherstellung der Versorgung für den nächsten Winter 2026/2027 ein bedenkliches Signal
Von Relevanz ist dies vor allem mit Blick auf die Wiederbefüllung der Speicher für den nächsten Winter 2026/2027. Aktuell (Stand 6. Mai 2026) sind knapp 74 Prozent der Speicherkapazitäten für den kommenden Winter gebucht. Das ist bereits knapp bemessen, selbst wenn die gebuchten Speicherkapazitäten vollständig befüllt werden. Ob es noch weitere Buchungen geben wird und inwieweit die gebuchten Kapazitäten auch befüllt werden, ist derzeit offen. Der üblicherweise als Grundlage für die Buchung und Befüllung von Speichern herangezogene Sommer-Winter-Spread fiel bereits im Januar 2026 phasenweise ins Negative, mit besonders stark negativer Entwicklung in den ersten Wochen des Irankrieges. Aktuell zeichnet sich eine gewisse Erholung ab, allerdings ist nicht klar, ob der Spread die für eine effektive Anreizwirkung benötigte Höhe erreichen wird. Diese Preisentwicklung ist für die Erreichung der benötigten Speicherfüllstände zur Sicherstellung der Versorgung für den nächsten Winter 2026/2027 ein bedenkliches Signal