1.4 Regelenergie

Regelenergie wird zum Ausgleich von Schwankungen zwischen Einspeisung und Ausspeisung im Fernleitungsnetz mit dem Ziel eingesetzt, einen technisch sicheren und effizienten Netzbetrieb im Marktgebiet zu gewährleisten. Die folgende Tabelle zeigt, wie externe Regelenergie im Marktgebiet THE im Zeitraum 1. Oktober 2025 bis 31. März 2026 eingesetzt wurde.
Tabelle 1: Regelenergieeinsatz im Marktgebiet THE
35.148 3.426 Sell 128.268 Menge [ G Wh] 26.409 9 14.807 159 4.800 29.995 1 . 0 4 7 .875 B uy 1.286.422 1 38 785 25.972 35.986 1. 3 14.303 B e t r ag [TEUR] THE H- G A S Menge [ G Wh] B e t r ag [TEUR] THE L- G A S Menge [ G Wh] B e t r ag [TEUR] THE ü b er TTF Menge [ G Wh] B e t r ag [TEUR] G e samt 0 0 53 1.8 7 1 Menge [ G Wh] B e t r ag [TEUR] THE ü b er PEG
TAB 1: THE
Über den Winter lag – wie üblich – netto eine Kaufposition für Regelenergie vor. Das heißt, dass die Käufe die Verkäufe überstiegen. Nach Abzug aller Verkaufsmengen wurde dabei über den Winter und beide Gasqualitäten (H-Gas und L-Gas) hinweg eine Gesamtmenge von 6 TWh als Regelenergie eingekauft. Wie in den Vorjahren zeigte sich dabei allerdings ein unterschiedliches Ergebnis pro Gasqualität: Im H-Gas wurde im Saldo gekauft, während im L-Gas im Saldo verkauft wurde. Die Nettoverkaufsmenge im L-Gas sinkt dabei bereits seit Jahren, mit der Besonderheit in diesem Winter, dass im L-Gas gar keine Regelenergie mehr eingekauft werden musste, weil die Marktteilnehmer ohnehin mehr L-Gas einspeisten, als dort benötigt wurde.  Dieses überschüssige L-Gas musste dann teilweise als Regelenergie verkauft werden. 

Aus den obigen Regelenergieeinsätzen ergaben sich Gesamtkosten von netto 270 Mio. EUR, was etwa 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 387 Mio. EUR lag. Diese Reduktion der Nettokosten (Kosten aus Regelenergieeinkäufen abzüglich Erlösen aus Regelenergieverkäufen) resultierte einerseits aus insgesamt niedrigeren Preisen im Vergleich zum Vorwinter, was die Kosten für Regelenergiekäufe senkte (siehe Abbildung 4), andererseits aus einem höheren Anteil von Verkäufen an den Gesamtmengen, was zu entsprechenden zusätzlichen Erlösen führte.

Neben den tatsächlich eingesetzten kurzfristigen Regelenergiemengen gemäß Tabelle 1 wurden – auf der Grundlage eines Eckpunktepapiers des Bundeswirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2015 – für das erste Quartal 2026 zusätzlich sogenannte „Long-Term Options“ (LTO) kontrahiert. Als langfristiges Regelenergieprodukt werden diese zur Absicherung gegen eine nicht ausreichende Verfügbarkeit von Regelenergie auf dem Kurzfristmarkt ausgeschrieben.

Anders als in den letzten Jahren wurde im Herbst für das Jahr 2026 auch der Leistungsmonat Januar wieder mit ausgeschrieben. Grund dafür waren die absehbar niedrigeren Startfüllstände der deutschen Gasspeicher zu Beginn der Ausspeicherperiode für den Winter 2025/2026: In den vorherigen Wintern waren die Speicher jeweils zu fast 100 Prozent gefüllt, so dass eine Absicherung von Regelenergiemengen über LTO im Januar nicht nötig war. 

Angesichts der Entwicklung der Temperaturen und Speicherfüllstände im Verlauf des Winters wurde im Februar 2026 zusätzlich zur regulären Herbst-Ausschreibung eine Sonderausschreibung durchgeführt, um weitere Leistungen für die zweite Februar- und die erste Märzhälfte abzusichern. Diese Ausschreibung betraf ausschließlich bestimmte Speicheranschlusspunkte im Süden und Nordosten des Marktgebiets THE.

Die ausgeschriebenen Leistungen und zugehörigen Kosten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Tabelle 2: Kontrahierung von LTO für das Q1/2026
R egulä r e Au s sch r eibung Januar R egulä r e Au s sch r eibung F ebruar R egulä r e Au s sch r eibung Mä r z So n de r au s sch r eibung F ebruar So n de r au s sch r eibung Mä r z 14. 4 13 14. 4 18 14. 4 14 2 1.303 15 . 005 16.624.185 € K ont r ahie r t e Lei s tung (MW h /h) g e samt G e samt k o s t en aus Lei s tun g sp r eisen in € 16.359. 5 19 € 1 7 .789.145 € 36.943.903 € 22.170.795 €
TAB 2: THE